Fremdkapital-Trading und Steuern: Der Part, den niemand gerne bespricht

Ein Trader mit Leverage macht 50.000 Euro in einem Jahr. Er ist excited. Dann kommt die Steuer-Rechnung und er realisiert, dass 15.000 Euro davon an Steuern geht. Sein 50.000 Euro wird zu 35.000 Euro. Das ist ein Überraschung, die die meisten Anfänger nicht sehen kommen.

Das ist nicht ein Argument, um mit Leverage aufzuhören. Das ist ein Argument, um Steuern zu verstehen, BEVOR du anfängst. Mit Leverage ist dein Konto schneller klein oder groß. Mit Steuern ist es noch schneller klein.

Die zwei Steuer-Klassen von Trading

In Deutschland gibt es zwei Arten von Steuern auf Trading-Profite. Eine: Kapitalertragssteuer. Zwei: Einkommen-Steuer. Die dich zutrifft, hängt von wie oft du handelst und wie lange du Holdings hältst.

Kurzfristige Trades (weniger als ein Jahr halten) = Kapitalertragssteuer. Das ist ein Pauschalsatz, normalerweise 26,375% (Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer + Bundesfinanzbehörde). Wenn du 100.000 Euro verdienst, zahlst du 26.375 Euro Steuern. Die gute Neuigkeit: Das ist ein Pauschalsatz, nicht progressiv. Die schlechte Neuigkeit: Das ist ein hoher Pauschalsatz.

Langfristige Trades (mindestens ein Jahr halten) = Teilweise von der Einkommensteuer befreit. In Deutschland ist es kompliziert (Du brauchst einen Steuer-Berater hier, die Regeln sind schwer), aber grosso modo, Langfristige Kapitalgewinne werden oft besser behandelt als kurzfristige.

Mit Leverage DAYTRADING (Das häufigste), du bist fast sicher kurzfristig. Du handlest Trades, die Stunden oder Tage halten. Das heißt: 26,375% Steuern auf alles.

Die versteckte Steuer-Falle mit Leverage

Hier ist fremdkapital-trading.com das Problem: Mit Leverage, dein Brutto-Gewinn ist größer, weil du mit größer Positionen handelst. Aber dein Netto-Gewinn ist kleiner, weil der Broker auch eine Gebühr nimmt.

Beispiel: Du handle mit 2:1 Leverage. Dein Konto ist 10.000 Euro. Du hast 20.000 Euro in Positionen. Der Markt geht 5% in deine Richtung. Dein Gewinn ist 1.000 Euro (5% von 20.000). Aber dein Broker hat einen Spread von 2 Pips auf jede Trade. Das kostet dich 50 Euro. Dein Netto-Gewinn ist 950 Euro. Die Steuern sind auf 950 Euro (nicht auf 1.000 Euro). Das ist gut.

Aber: Dein Konto ist jetzt 10.950 Euro. Das ist 9,5% Gewinn. Mit Steuern (26,375%), dein After-Tax-Gewinn ist 700 Euro. Das ist 7% After-Tax. Das ist nicht schlecht, aber es ist weniger als die meisten Anfänger erwarten.

Mit 10:1 Leverage (Forex), die Zahlen werden wild. Du hast 10.000 Euro, du handelst 100.000 Euro. Ein 5% Move ist 5.000 Euro Gewinn. Aber mit Brokergebühren und vor Steuern. Die Steuern auf 4.750 Euro sind etwa 1.250 Euro. Dein After-Tax Gewinn ist 3.500 Euro. Das ist 35% auf dein Originalkapital. Das ist amazing – bis du realisierst, dass du die meisten davon verloren hast in anderen Trades, und nur ein einziger Gewinn-Trade das zurückholte.

Die Schlecht-Neuigkeit über Verluste

Es gibt eine gute Neuigkeit über Steuern und Trading-Verluste: Du kannst Verluste gegen Gewinne rücksetzen. Das heißt: Wenn du 10.000 Euro verdienst und 8.000 Euro verlierst, du zahlst Steuern nur auf 2.000 Euro.

Mit Leverage, das bedeutet oft nichts, weil du neigt verlieren dein gesamtes Konto bevor du irgendwelche Nettogew gemacht.

Eine deprimierende Statistik: 72% der Retail-Trader mit Leverage am Jahresende haben Netto-Verluste. Das heißt: Sie zahlten Gebühren, handelten, und kamen heraus mit weniger Geld als sie starteten. Sie zahlen keine Steuern auf Verluste (gut), aber sie hätten wollen ihre Steuern zahlen, weil das bedeutet würde, dass sie Gewinne gemacht haben.

Wie man die Steuer-Trap vermeidet

Eine: Rechnungsführung. Wirklich. Jeder Trade, die Eröffnung Preis, die schließen Preis, das Datum. Wenn du das nicht tust, am Jahresende hast du ein Chaos. Der Broker hat die Daten, aber du willst deine eigene Kopie.

Zwei: Verstehe, dass dein After-Tax-Gewinn ist dein echtes Gewinn. Ein 50% Brutto-Gewinn mit 26,375% Steuern ist etwa 37% After-Tax. Denke nicht in Brutto-Zahlen, wenn du mit Steuern umgehst.

Drei: Berücksichtige Steuern in deinem Gewinn-Ziel. Wenn du 1% monatlich verdienen willst After-Tax, du musst etwa 1,35% Brutto verdienen um Steuern zu bedecken.

Vier: Spreche zu einem Steuer-Berater, wenn du ernsthaft über Trading denkst. Verschiedene Jurisdiktionen haben verschiedene Regeln. In manchen Ländern, Daytrading wird als "gewerbliche Tätigkeit" betrachtet, nicht als "Kapitalvermögensgewinne". Das bedeutet: Einkommensteuer statt Kapitalertragssteuer. Das ist besser oder schlechter, abhängig von deine Situation.

Mit Leverage wird dein Geld schneller größer oder kleiner. Mit Steuern wird es noch schneller kleiner. Das nicht wissen ist ein teures Übersehen.

Die Steuer-Planung mit Leverage

Die beste Steuer-Planung mit Leverage ist einfach: Rechne Steuern in deine Gewinn-Ziele ein. Wenn dein Ziel 20% jahres ist und du zahlst 26,375% Steuern, dein netto Ziel ist etwa 14,7%. Das ist immer noch gut – aber es ist anders als 20%. Mit Leverage multiplizierst du Gewinne und auch Steuern. Eine kleine Fehler in Steuer-Planning wird zu ein großer Fehler mit Leverage. Daher: Arbeite mit einem Steuer-Berater ab tag eins. Die 100-200 Euro einmal im Jahr sparen dir tausende Euro in Überraschungen später.

Die Jurisdictions-Frage

Verschiedene Länder haben unterschiedliche Steuern auf Trading-Gewinne. Manche zählen es als Kapitalgewinne (günstiger), manche als Einkommen (teurer). Mit Leverage wird dieser Unterschied extrem wichtig. Ein Trader in Deutschland zahlt anders als ein Trader in Österreich oder der Schweiz.

Ein Trader sollte wissen: "Wie werden meine Trading-Gewinne in meinem Land besteuert?" Mit dieser Kenntnis, der Trader kann real-istische Ziele setzen und nicht überrascht sein bei Steuern-Zeit.

Mit Hebel ist Steuern-Planung nicht optional – es ist Finanzen-Grundlagen.